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Trends

"Vorhersagen sind immer schwierig - vor allem über die Zukunft." - Niels Bohr.

Wir sind der Meinung, dass Open Source Software (OSS) insbesondere OpenOffice.org in den nächsten Jahren immer mehr Boden gut machen wird. Jetzt schon kann man Trends in der IT-Branche beobachten, die OSS begünstigen. Die Stichworte sind: Internet, Mobilität und Sicherheit.

Internet: Web 2.0

Open Source Software wird durch die zunehmende Bedeutung des Internets begünstigt.

Neue interaktive Dienste des Internets sind in den letzten Jahren entstanden. Die Trennung von lokaler und zentraler Datenspeicherung und Software wird geringer. Du kannst Datenspeicher im Internet nutzen. Lokale Programme greifen auf Anwendungen im Netz zu. Search-Engines, wie beispielsweise Yahoo! Desktop Search und xfriend, durchsuchen Daten auf Deinem Rechner (beispielsweise OpenOffice.org Dateien). Programme aktualisieren sich selbstständig übers Netz (OOo in Linux Distributionen), laden Module bei Bedarf übers Netz nach (bei OpenOffice.org Sprachpakete) und nutzen zunehmend den Internet-Browser als universelle Benutzerschnittstelle. Als Internetnutzer kannst Du Beiträge in Foren und Wikis einstellen (z. B. Fehlerberichte zu OOo in Issuezilla eingeben). Weblogs geben Dir die Möglichkeit zu publizieren und Deine private Meinung kundzutun. Bestehende Webinhalte verschiedener Dienste werden über offene Programmierschnittstellen zu neuen Diensten kombiniert. Mit diesen neuen Techniken geht eine geänderte Wahrnehmung des Internets einher - all dies wird unter dem Begriff "Web 2.0" zusammengefasst.

Siehe auch den Wikipedia-Artikel zu Web 2.0.

Internet: Office-Software

Mit AJAX können Office-Anwendungen über das Internet gestartet werden, ohne Software installieren zu müssen. Mit dieser Technologie kann eine Website den Eindruck einer Desktop-Umgebung erwecken. Websites werden so gestaltet, dass sie wie eine Office-Suite aussehen und sich auch so bedienen lassen. Über den Browser können Textdokumente verfasst, Tabellen erstellt oder Grafiken bearbeitet werden. Das Betriebssystem spielt keine Rolle. Mittels AjaxWrite und der von Google aufgekauften Anwendung Writely kannst Du neue Texte erstellen und existierende Dokumente hochladen und formatieren. Beide Tools unterstützen u.a. OpenOffice.org-Formate.

Ein vollständiger Ersatz für normale Office-Programme sind sie nicht. Einen wichtigen Brief solltest Du sicherheitshalber mit OpenOffice.org auf einem PC verfassen. Alle Daten werden bei der Bearbeitung mit den AJAX-basierenden Anwendungen in das Internet geladen und theoretisch könnten Fremde Einblick nehmen. Eine noch so schnelle Internetverbindung kommt nicht an die Geschwindigkeit Deines eigenen Rechners ran. Die neuen Anwendungen haben noch Beta-Status. Die Möglichkeit, online mit Freunden an einem Projekt zu arbeiten und Dokumente serverseitig zu lagern sind die Vorteile. Somit ist AJAX als Ergänzung zu Desktop-Anwendungen anzusehen.

Siehe auch den Artikel zu AJAX auf netzwelt.de

Internet: Schnellere Verbindungen

Weltweit gab es im zweiten Quartal 2005 etwa 176 Mio. Breitbandanschlüsse, davon sind 65% DSL-Anschlüsse und 35% Kabelanschlüsse. Die Anzahl der DSL-Anschlüsse hat sich von 2003 nach 2005 etwa verdoppelt - in Deutschland gibt es im Jahr 2005 etwa 10 Millionen davon. Die DSL-Anbieter locken die Kunden mit kostengünstigen Flat-Rates.

Die Verbindungsgeschwindigkeiten werden bei DSL immer schneller: im Jahr 2002 Empfangsraten bis zu 1536 kbit/s, 2005 bis zu 6016 kbit/s, im Jahr 2006 gibt es Pilot-Projekte mit bis zu 24000 kbit/s. Somit können auch große Programmpakete wie OpenOffice.org in wenigen Minuten gedownloadet werden. Ganze CDROMs, wie die PrOOo-Box, können in akzeptablen Zeiten geladen werden.

Die T-Com vergrößert das DSL-Versorgungsgebiet - siehe Artikel auf heise.de.

Mobilität: USB-Sticks

USB-Sticks werden von den neueren Betriebssystemen wie beispielsweise Windows XP, Linux oder MAC OS X automatisch erkannt. USB 2.0-fähige Sticks können an einer USB 2.0-Schnittstelle Daten mit bis zu 480 Mbit/s übertragen. Die Angebotspalette von USB-Sticks wird immmer größer. Die USB-Sticks haben Speicherkapazitäten von 16 MB bis 64 GB (Juni 2006). Auf einigen Sticks findest Du bereits installierte Software. Die Anzahl von freien portablen Softwaren, wie z.B. Portable OpenOffice.org, ist in den letzten Jahren gestiegen. Es gibt das Mailprogramm Thunderbird, den Browser Firefox, der Instant-Messanger Gaim und andere Anwendungen bereits in deutschsprachiger Portable-Version.

Siehe auch den Wikipedia-Artikel zu Stickware.

Sicherheit: Investitionssicherheit

Offene Standards und Schnittstellen (TCP/IP, W3C-XML, OASIS u. a.) und die collaborative Software-Entwicklung (OOo mit Sun Microsystems, Novell, Google, Intel u. a.) sichern jedermann langfristig Zugang zu Ressourcen und Services. Initiativen, die sich um die Lizenzierung (GPL) kümmern, sichern die rechtliche Grundlage für freie Software, z. B. die Free Software Foundation.

Sicherheit: Technische Aspekte

Open-Source-Betriebssysteme wie Linux sind sicherer. Es gibt mehrere verschiedene Distributionen und nicht, wie etwa bei Microsoft Windows, lediglich eine Software auf die sich Hacker konzentrieren können. Jede Linux-Distribution hat mit dem Kernel eine gemeinsame Basis, aber ist es gut möglich, dass ein Schadcode nur auf einer Distribution funktioniert. Gerade Open-Source-Entwickler sprechen offen über Sicherheit, deshalb gibt es auch sehr schnell Patches für Sicherheitslücken. Mehr Personen kontrollieren die Code-Basis und sind in der Lage, direkt auf Schwachstellen und Bedrohungen zu reagieren.



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